Begabtenförderung (SHiB)

Von 2012 bis 2014 haben zwei Lehrkräfte der Grundschule Munkbrarup die Zusatzqualifikation der Beratungslehrkraft für Begabten- und Begabungsfragen erworben. Schon entbrannte im Kollegium eine Diskussion darüber, was eigentlich eine besondere Begabung im engeren Sinne sei, woran man sie erkennen würde und ob nicht jedes Kind auf seine eigene Art besonders begabt sei. Gezielte Fortbildung und viel Engagement haben zu einer zertifizierten Anerkennung der Schule als Begabungsförderungszentrum im Juni 2014 geführt.

Uns, d.h. der Grundschule Munkbrarup, geht es nicht darum, Kinder in Leistungsgruppen einzuteilen. Wir wollen für alle Kinder ein Lernumfeld gestalten, das ihren Leistungsmöglichkeiten entspricht. Das bedeutet manchmal, dass Kindern eine zusätzliche Unterstützung gewährt wird und manchmal eben auch, dass Kindern Lernangebote gemacht werden, die über das geforderte Maß hinausgehen und einen selbstständigeren Umgang mit Forschungsinhalten voraussetzen.

So treffen sich einmal pro Woche die „ENTDECKER“ mit einer Lehrkraft bei der Schulsozialarbeiterin. Gemeinsam werden hier besondere Inhalte und Fragestellungen bearbeitet. Hier wird geknobelt, geforscht, …. und zum Schluss immer präsentiert. Es arbeiten 8 bis 12 Kinder aller Schulstufen zusammen. Sie lernen sich kennen und erfahren, dass auch andere Kinder besondere Fähigkeiten in sich tragen.

Wie erkennen wir besondere Denkstrukturen bei Kindern?

Die Grundschule Munkbrarup verlässt sich da auf die Empfehlung der Kindergärten und der Klassenlehrkräfte. Sie arbeiten so viele Stunden in der Woche mit den Kindern, dass sich ein abgerundetes Bild über deren Fähigkeiten ergibt. Nach dem Gespräch mit Eltern und Kind darf das Kind zunächst „schnuppern“ und dann kann dieser Schultag in einer anderen Gruppe zur Dauerregelung werden, wenn sich herausstellt, dass ohne Probleme der fehlende Tag in der Klassengemeinschaft überbrückt wird.